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Auch
die Römer waren schon in Kipfenberg.
Die Geschichte des Ortes von den Anfängen bis Heute. |
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Die Spuren menschlicher
Anwesenheit im Raum Kipfenberg gehen bis in die Steinzeit zurück. Bronze-
und Urnenfelderzeit sind durch einzelne Funde vertreten. Der Hallstattzeit
gehören zahlreiche Grabhügel in den Wäldern, nachweisbar
uralte Wege und die mit Gräben und Wällen ausgestattete Befestigung
auf dem Michelsberg an.
Die römische Besatzungszeit hinterließ Reste der gegen Germanen
und Kelten gerichteten Wehrmauer, den Limes. Die römische Grenze überquerte
bei der Kipfenberger Brücke die Altmühl. Bei Böhming stand
ein kleines Militärlager, von dem Reste erhalten sind.
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Auch ein Gedenkstein erinnert
heute an den Limes |
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Der Alemanneneinfall im Jahre 233 vertrieb die Römer aus dem
Kipfenberger Land. An ihre einstige Anwesenheit erinnert die unter
dem bayrischen König Max II. aufgestellte Gedenksäule am
Nordausgang des Marktplatzes und das jährlich stattfindende Limesfest.
Die Alemannen wurden um 530 von den Bajuwaren verdrängt. Dafür
wurde im Herbst 1990 ein wichtiger Beweis gefunden: Bei Ausgrabungen
im Kipfenberger Ortsteil Kemathen, nahe der llblinger Brücke,
konnte ein kostbar ausgestattetes Männergrab aus dem 5. Jahrhundert
entdeckt werden. Die archäologischen Untersuchungen ergaben den
überraschenden Befund, dass der Tote ein germanischer Krieger
in römischen Diensten war. Er gehörte als Offizier dem spätrömischen
Heere an, war aber nach den Grabbeigaben ein Bajuware, ein bedeutsames
Indiz für die frühe Besiedelung des Kipfenberger Raumes
durch diesen Volksstamm.
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Die Gründung des eigentlichen
Marktes ging wahrscheinlich von der Burg aus. Der ursprünglich einheitlich
nur um den Marktplatz gebaute kleine Ort war mit Mauern, zwei Toren und
Türmen befestigt. 1266 wird er erstmals urkundlich genannt, 1352 urkundlich
als Markt.
Von der Burg ist bis jetzt nur das Rittergeschlecht derer von Kropf oder
Struma bekannt. 1301 verkauften sie ihren gesamten Besitz, also auch den
Markt, an den Eichstätter Bischof. Bis zur Säkularisation im Jahre
1803 verblieb die Burg im Besitz der Eichstätter Bischöfe, wurde
dann Staatseigentum und verfiel bis 1914, die Reste wurden von der Apothekerwitwe
Anna Taeschner aufgekauft und in den folgenden Jahren durch den Burgenbaumeister
Bodo Ebhard restauriert. |
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Der Markt zu Füßen
der Burg erlebte im Laufe der Jahrhunderte Freud und Leid. 1898 verband
ihn die erste Eisenbahn mit der großen weiten Welt. Während des
ersten Weltkrieges 1914 bis 1918 verlor der damals 800 Einwohner zählende
Markt 23 Bürger. Von 1928 bis 1930 wurde die Altmühlregulierung
durchgeführt. Seit Fertigstellung der Autobahn 1938 hat der Ort Einfahrten
und Ausfahrten in den 6 km entfernten Kinding und Denkendorf. |
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Torbäckgasse: Kipfenbergs
Malerwinkel
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Nach
dem zweiten Weltkrieg, 1939 bis 1945, in welchem Kipfenberg einen
weit höheren Blutzoll als im ersten Weltkrieg zahlen musste,
erlebte es einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufstieg. Eine neue Siedlung
in den Feldern der Flurgemarkung "Rud", eine neue Altmühlbrücke
und die Uferverbauung des Birktalbaches wurden unter anderem in dieser
Zeit realisiert. Die Stillegung der Eisenbahnstrecke Eichstätt
- Kipfenberg erfolgte 1960.
1966 fand in Kipfenberg die 700-Jahr-Feier der Namensnennung Kipfenbergs
statt. 1968 wurde das erste Limesfest veranstaltet. Bis zur heutigen
Zeit ist das Limesfest ein fester Bestandteil des Fremdenverkehrs
und des Angebots für die Bevölkerung in Kipfenberg und Umgebung
geworden. |
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Der Markt Kipfenberg
mit all seinen Ortsteilen ist heute ein blühendes Gemeinwesen. Strukturell
gesehen liegt die Marktgemeinde im engen Verflechtungsbereich der Regionshauptstadt
Ingolstadt. Dort geht auch ein großer Teil der Bevölkerung seinem
Broterwerb nach. Aber auch landwirtschaftlich gesehen liegt ein weiträumig,
zum größten Teil flurbereinigtes Agrarland vor, das sowohl von
Haupt- als auch von Nebenerwerbslandwirten bewirtschaftet wird. Mittelständisches
Handwerk und einige Industriebetriebe haben in der Vergangenheit für
ortsansässige Arbeitsplätze Sorge getragen. Texte nach Heinrich Sohmen, Kipfenberg |
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